More than honey

Gestern hab ich sie das erste Mal gesehen. Maja, Königin meines ersten Bienenvolkes. Bisher hat sie es geschafft sich immer gut zu verstecken, doch jetzt hab ich sie zwischen den Arbeiterinnen entdeckt.  Seit zwei Monaten wohnen die Bienen schon auf unserem Flachdach und mittlerweile ist noch ein zweites Volk dazu gekommen. Wie hat alles angefangen…

Zuerst kamen das Haus, bzw. die Planung des Hauses und dann der Garten. Mit dem Garten der Selbstversorgergarten bzw. die Planung des Selbstversorgergartens. Ja und dann ist es nicht mehr weit zu den Bienen, denn viele Ost- und Gemüsepflanzen müssen bestäubt werden und den eigenen Honig kann man auch noch ernten. Da mein Onkel Imker ist und Seminare über die Bienenhaltung abhält, war der erste Schritt für mich klar. Erst mal ein Schnupperseminar besuchen, um herauszufinden, ob mir die praktischen Handgriffe auch liegen und abchecken wie es mit den Stichen aussieht. Nach dem Nachmittag am Bienenstand hat mich die Faszination gepackt. Ich hab mich ein paar Monate lang in das Thema eingelesen und schnell war für mich klar, eigene Völker in meinem Garten zu halten. Es war aber auch klar, dass die Thematik so vielschichtig ist, dass ich begleitend das Einführungsseminar besuchen möchte. Im Februar dieses Jahres ging es dann los mit den Seminartagen und im Mai bekam ich meinen ersten Schwarm. Das war super aufregend, denn die Bienen waren in einem Pappkarton und ich musste sie in ihr neues Zuhause „Einschlagen“. Hauptsache die Königin ist drin war die Devise, die anderen sind ihr dann alle nachgezogen.

Der Schwerpunkt in meiner Haltung liegt nicht in maximaler Honigproduktion und Kontrolle des Volkes, sondern ich versuche die Bienen so art- bzw. wesensgerecht wie möglich zu halten. Natürlich hatte ich Glück, dass ich gleich diese Haltungsform kennenlernen durfte. Es hat mich sofort angesprochen und mir zugesagt, sodass nichts anderes in Frage kam.

In der Praxis bedeutet das, dass meine Völker ihr Wabenwerk komplett selbst bauen und ich keine vorgefertigten Wachsplatten in die Beuten (Bienenkästen) gebe. Zudem dürfen sich die Bienen über den natürlichen Schwarmprozess vermehren und ich versuche meine Eingriffe so gering wie möglich zu halten. Natürlich bin ich selber noch komplett in der Lernphase aber es macht Spaß und ich hab ein gutes Gefühl dabei. Gestochen wurde ich bis jetzt noch nicht, obwohl ich mittlerweile ohne Schutzausrüstung zu meinen Völkern gehe.

Der Garten ist noch weit vom Selbstversorgen entfernt 🙂 aber die Bienen sind immerhin schon mal eingezogen und vielleicht gibt es dieses Jahr noch ein bisschen Honig für uns.

Ich halte euch auf dem Laufenden wie es den Völkern geht. Beim nächsten Honigbrot denkt ihr vielleicht daran, dass eine Biene für euer Frühstück 3000km Flugstrecke hinter sich hat.

stefanie_klein

 

6 Kommentare zu „More than honey

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  1. Ein Bienenstamm ist eine ganz schön spannende Sache, oder?
    Ich bin mal gespannt, was du noch alles zu ihnen und deinem angehenden Selbstversorgergarten zu erzählen hast. Woher nimmst du eigentlich die ganze Zeit, um das alles zu realisieren? Ich wäre momentan gar nicht in der Lage, das zu stemmen 😀
    Liebe Grüße!

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