mycoffeestar. Plastikfreies Leben.

Lang hab ich danach gesucht, die Nespressomaschine war schließlich schon da, bevor das plastikfreie Leben angefangen hat. Aber immer mehr plagte mich das schlechte Gewissen, wenn ich die Alukapsel in die Maschine legte. Zwar hab ich die gebrauchten Hüllen immer zum recyceln gebracht, aber die perfekte Lösung war es für mich nicht. Ich suchte nach einer Nespresso Mehrwegkapsel, eine, die ich immer wieder selbst befüllen konnte, oder zumindest eine, die aus einem abbaubaren Material besteht. Nach langer Recherche im Internet bin ich dann auf mycoffeestar gestoßen, ein Hersteller, der wiederbefüllbare Kapseln herstellt. Die Anschaffungskosten haben mich erst mal ziemlich umgehauen aber schlussendlich war klar, dass ich es ausprobieren möchte. Auf Filterkaffee umzusteigen war für mich geschmacklich keine Alternative. In der Plastikfreien Zone in München konnte ich das mycoffeestar Barista Set sogar abholen und musste es nicht im Internet bestellen. Das Set besteht aus der Edelstahl-Kapsel mit Deckel zum Schrauben, zwei Dichtringen (die man je nach Nespressomaschine benötigt oder nicht), einem Edelstahllöffel, einem Tamper sowie einer kurzen Anleitung und Kaffeeprobe.
In verschiedenen Testberichten im Internet hatte ich immer gelesen, dass es Probleme mit der Kapsel geben könnte, wenn man nicht den idealen Mahlgrad des Kaffees findet. Ich bin deshalb gleich nach dem Kauf der Kapsel in mein Lieblingscafé gegangen, dass auch Kaffee verkauft, und hab mich beraten lassen. Der Barista hat mir den Kaffee dann nach Begutachtung der Kapsel nach seiner Empfehlung gemahlen und ich hatte anscheinend Glück, denn es hat sofort perfekt geklappt. Für alle die in München wohnen: Beim Aran in den 5 Höfen Espresso Nr. 17 auf 2,4 mahlen lassen :). Leider musste ich jetzt mit meinem Umzug aufs Land feststellen, dass es das Problem mit dem Mahlgrad wirklich gibt. Selbst in einer anderen Aranfiliale, mit einer anderen Mühle funktioniert die Espresso-und Kaffeezubereitung nicht wirklich. Da braucht man echt Geduld  bis man die perfekte Körnung gefunden hat und viele Abnehmer, die eine tolerantere Maschine haben und das übrige Kaffeepulver abnehmen. Wenn man dann aber den richtigen Kaffee hat und idealerweise auch noch den Lieblingskaffee, hat man eine wahre Freude mit dem Teil. Die Kapsel ist super robust und hält mir jetzt schon fast zwei Jahre.

 

Zum Befüllen schraubt man den Löffel an die Kapsel, fährt am Rand der Kaffeedose hoch und verdichtet das Pulver mit dem Tamper. Man könnte die Kapsel auch ohne Löffel und Tamper kaufen, in der Handhabung finde ich es aber mit dem Zubehör sehr praktisch und würde es jedem empfehlen, den Mehrpreis zu investieren. Den Deckel muss man dann noch auf die Kapsel schrauben und dann kann man sie wie eine Einwegkapsel verwenden. Danach kratzt bzw. spült man die Kapsel einfach aus. Diesen Teil finde ich lästig und man muss ehrlicherweise sagen, dass wenn man Gäste hat und viel Kaffee braucht, dauert es einfach lange. Für meinen täglichen Gebrauch mit 2-3 Tassen ist die Kapsel jedoch super. Der Kaffee schmeckt lecker (man kann ja den Lieblingskaffee nehmen 🙂 ), hat eine Crema und ist natürlich in Summe viel billiger im Vergleich zu den Originalkapseln. Mein Baristaset hat sich schon lange abbezahlt. Eine kleine Rechnung: bei ca. 1000 Kaffeetassen im Jahr kosten die Nespressokapseln 360-400€. Mein Kaffeepulver kostet mich für die selbe Kaffeetassenmenge ca. 150€ im Jahr, das Baristaset einmalig 80€.

Als ich vorhin den Link für den Artikel rausgesucht habe, konnte ich feststellen, dass es mittlerweile schon eine neue Auflage der Kapsel, bestehend aus drei Bauteilen, gibt. Zudem hat der Hersteller jetzt auch wiederbefüllbare Kapseln für andere Geräte wie Nescafé Dolce Gusto entwickelt.

Ich kann dafür nur werben! Probiert es aus!

Viel Spaß beim Nachmachen,
stefanie_klein

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