einmal im Leben sollte man…

Ballonfahren. Letzte Woche war es dann soweit, geplant ist es schon lange gewesen und da das Wetter dann auch noch mitspielte, ging es spontan mit Chiemsee Balloning in die Lüfte.

Der Artikel wird aus verhältnismäßig vielen Fotos bestehen, da das Erlebnis sowieso schon schwer in Worte zu fassen ist, und man sich vielleicht durch die Bilder ein klein bisschen mehr einen Eindruck verschaffen kann.

Treffpunkt war um 5.00 Uhr früh am Chiemsee. Also 3.00 Uhr aufstehen war angesagt. Am Treffpunkt angekommen warteten unser Pilot mit dem Fahrer und zwei weitere Passagiere. Nachdem wir über die Sicherheitsbestimmungen aufgeklärt wurden und unser Gewicht in die Passagierliste eingetragen haben, ging es los. Im Nachhinein frage ich mich zwar wie genau die Angaben, vor allem die mit dem Gewicht, waren, aber vielleicht rechnet der Pilot ja erfahrungsgemäß schon mal 10% mehr mit ein :). Wir sind auf jeden Fall wieder gut gelandet.

Der Treffpunkt war jedoch nicht gleich der Startpunkt. Wir sind gemeinsam im Kleinbus mit Ballon im Anhänger nochmal ne halbe Stunde zum Start gefahren. Dort angekommen hieß es dann für alle fleißig mithelfen. Das Material musste aus dem Hänger ausgeladen und aufgebaut werden. Die Hülle wurde als langer Schlauch (bestimmt 30 Meter und 120 kg) ausgelegt und mit Hilfe eines Gebläses mit Luft befüllt. Wir Passagiere mussten den Ballon dabei aufhalten, während der Pilot den „Stoff“ innen immer wieder auseinander zupfte. Nach und nach füllte sich der Schlauch, wobei die Luft am Ende mit dem Gasbrenner beheizt wurde. Als sich der riesige Ballon dann erhob, durften wir den Korb besteigen.

 

Langsam erhoben wir uns und die Landschaft unten wurde immer kleiner. Höhenangst war gar kein Thema, weil ich einfach nur fasziniert war. Die Fahrt ist, bis auf den Brenner der über den Köpfen regelmäßig angemacht wird, komplett ruhig. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt, einem Element, dass einem eigentlich nicht gehört, in das man aber einen Ausflug machen darf. Man kann es vielleicht mit Tauchen vergleichen, bei dem man sich ebenfalls komplett der neuen Umgebung hingeben kann und alles andere vergisst. Nur beim Ballonfahren 2500 Meter über dem Meeresspiegel.

 

Ich kann euch nicht einmal sagen wie lange die Fahrt gedauert hat, weil ich die ganze Zeit über nie auf die Uhr geschaut habe. Das erste mal wieder nachdem wir auf einer Wiese gelandet sind und den Ballon wieder gemeinschaftlich in den Hänger geladen hatten. Da war es dann 8.00 Uhr. Zuvor meinte unser Pilot, dass wir so 60-90 Minuten fahren werden.

Am Ende wird jeder Neu-Ballonfahrer noch traditionell getauft. Dazu muss man den Taufspruch nachsagen, wobei man durch Feuer (Haare werden angezündet) und Sekt (zum Löschen) getauft wird.

Ehre der Natur die alles hat erschaffen.
Sie schuf als schönsten Teil der Welt für uns das weite Himmelszelt.
Sie hat das Feuer uns gegeben, mit dessen Kraft wir uns erheben
und über Wald und Wiesen schweben.
Drum soll uns auch das Feuer taufen
zum Löschen soll der Sekt dann laufen!

Zum Abschluss erhält jeder seinen Taufnamen, wobei es Pflicht jedes Ballonfahrers ist, diesen zu jeder Zeit aufsagen zu können, genauso wie es Pflicht ist, niemals den Begriff Ballon“fliegen“ zu verwenden. Auslöse bei Verstoß ist natürlich immer in flüssiger Form zu tätigen.

Vieles vergisst man, eine Ballonfahrt nie!

Viel Spaß beim Nachfahren, Baroness Stefanie, mutige Korbrandtiefblickerin über dem blauen Chiemsee zu Wolkersdorf

 

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