Pflanzenkugeln

eigentlich war bei der Planung unseres Hauses schon klar wie es später eingerichtet sein soll, bzw. die Räume wurden nach den Möbeln ausgerichtet und anders rum. Nur ein Eck, wurde immer nach hinten gestellt. Jeder der bei uns zu Besuch war fragte: „und was kommt dann da hin?… Für was ist das Eck da?“ Zwischendrin hatte ich mich mal gefragt weshalb unser Architekt da überhaupt einen Freiraum eingeplant und nicht einfach die Ankleide dahinter um den halben Meter größer gemacht hat. Kann man ja immer brauchen.

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das Loch

Aber jetzt ist es da, das Loch. Und es soll weg. Da der Raum sehr hoch ist, wollte ich nichts auf dem Boden stellen, sondern etwas Hängendes sollte das Loch füllen. Ich hatte mir überlegt Lampen aufzuhängen, doch der Stromanschluss fehlte. Danach war mein Vorhaben Makramee Blumenampeln selber zu knüpfen, doch der Stil passte nicht zum Rest des Hauses. Grundsätzlich gefiel mir jedoch die Idee Pflanzen in die Ecke zu integrieren. Pflegeleicht sollten sie halt sein 🙂

Als ich dann auf Tillandsien, Luftpflanzen, stieß, nahm die Idee der Pflanzenkugeln im wahrsten Sinne des Wortes Formen an. Als erstes also los in den Baumarkt, um letzte Inspirationen zu holen. Ziel war es ein Material zu finden aus denen ich die Kugeln formen kann. Hasendraht finde ich zum einen stylisch und zum anderen lässt er sich gut formen. Ich entschied mich für einen mit gröberen Maschen. Da das Metall glänzt, ich alles verabscheue was glänzt, hab ich noch einen matten schwarzen Lack mitgenommen.

So geht’s:

Material und Werkzeug:
Material
Material
  • Hasendraht (je nach Kugelgröße und Anzahl ein paar Meter)
  • Sprühlack
  • Hacken und Kette zum Aufhängen
  • Tillandsien
  • Seitenschneider
  • Für Zartbesaitete: Handschuhe zum Drahtbiegen, Einweghandschuhe zum Lackieren

Zuerst muss der Draht abgeschnitten werden. Ich habe Stücke zwischen 2 m und 60 cm geschnitten. Die kleineren habe ich eher in eine quadratische Form geschnitten. Bei den Großen hab ich die Drahtbreite (bei mir 1 Meter) einfach gelassen. Meine Vorstellung, dass ich komplett runde Kugeln formen kann, habe ich schnell aufgegeben und mich stattdessen auf abstrakte Gebilde konzentriert. So lange man behauptet, dass es so sein muss, ist es ja kein Problem.

Zwischendrin muss man immer mal wieder Falten einbauen, damit man an eine rundliche Gestalt hinkommt. Im Prinzip hab ich einfach die vier Ecken hochgebogen.

Danach kann man die „Kugeln“ mit einem Sprühlack bearbeiten. Unbedingt draußen auf einem Untergrund, der Farbe abbekommen darf, weil da natürlich viel vorbei geht. Im Nachhinein würde ich zum Lackieren Einweghandschuhe empfehlen, meine Finger sind nämlich komplett schwarz geworden. Die Pflanzenkugeln sind an Ketten aufgehängt, die ich ebenfalls lackiert habe.

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die ersten selbstgemachten Pflanzenkugeln

Nach der Trocknungszeit heißt es dann nur noch Pflanzen rein, nach Belieben verteilen und mit der Kette an Deckenhaken, am besten in unterschiedlichen Höhen, aufhängen.

Jetzt ist das Loch endlich zu. Der erste Gast hat es schon bewundert und ich meinte einfach: „Ich wollte da extra so eine Ecke haben, damit ich die selbergemachten Pflanzenkugeln aufhängen kann :)“

Viel Spaß beim Nachbasteln,

stefanie_klein

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